Die Reiskuchenfalle: Warum dieser „gesunde“ Snack Ihren Glukosespiegel in die Höhe treibt

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Uns wurde gesagt, dass Reiskuchen die diätetische Antwort auf alle Gebete sind. Knackig. Luftig. Kalorienarm. Ein Snack ohne Schuldgefühle.

Rechts?

Nicht ganz.

Sie werden aus raffiniertem Getreide hergestellt. Das ist das Problem. Da das Getreide auf das Wesentliche reduziert ist, erkennt Ihr Blutzucker es und tritt aufs Gaspedal. Das Ergebnis ist nicht nur eine Spitze. Es ist ein Absturz, der darauf wartet, passiert zu werden.

Die Mathematik hinter der Spitze

Schauen wir uns den Glykämischen Index (GI) an.

Es ist eine Skala von 0 bis 10. Nun ja. 0 bis 100. Es misst, wie sich Fast Food in Ihrem Blut in Zucker umwandelt. Reiskuchen haben eine Größe von 82.

Hoch?

Ja. Alles über 70 ist hoch. Weißbrot hat einen Wert von 90. Reiskuchen liegen also nicht weit hinter dem Laib, den man beim Bäcker kauft. Sie sind einfach trockener.

Der Grund? Weißer Reis.

Bei der Herstellung von weißem Reis müssen Kleie und Keime entfernt werden. Dort lebt die Faser. Keine Ballaststoffe. Kein Keim. Nur gepuffte Stärke. Auf den meisten Packungen steht 0 Gramm Ballaststoffe pro Portion. Es handelt sich nicht um einen Rundungsfehler. Es ist im Grunde nichts.

Ballaststoffe sind wichtig. Es wirkt wie eine Bremse. Verlangsamt die Verdauung. Verhindert, dass der Blutzucker wie eine Rakete in die Höhe schießt. Reiskuchen haben keine Bremsen. Nur der Motor. Ihr Glukosespiegel steigt also sprunghaft an. Dann stürzt es ab. Genauso schnell.

Was Ihr Körper fühlt

Hier ist der Deal mit diesem Anstieg und Abfall.

Zuerst kommt der Ansturm. Du fühlst dich wachsam. Gesättigt. Vielleicht ein bisschen energisch.

Dann?

Der Absturz.

Es ist echt. Und es bringt normalerweise Müdigkeit mit sich. Dazu noch Hunger. Direkt nachdem Sie mit dem Essen fertig waren. Du wirst Lust auf etwas Süßes haben. Oder schwer. Ihr Körper gerät in Panik, weil der Zuckerspiegel sinkt, und er braucht schnelle Energie.

Das ist nicht nur ein Gefühl. Starke Blutzuckerschwankungen können die Insulinresistenz erhöhen. Mit der Zeit steigt dadurch das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Es geht nicht nur ums Gewicht. Es geht darum, wie Ihre Zellen auf die Nahrung reagieren, die Sie ihnen zuführen. Häufiges Schaukeln ist für niemanden schön.

Sind sie schlecht?

„Schlecht“ ist ein schweres Wort.

Sie sind kein Gift. Sie sind einfach… leer. Aus ernährungsphysiologischer Sicht bieten sie kaum mehr als Kalorien.

Wenn Sie gesund sind und eine gute Insulinsensitivität haben? Ein oder zwei könnten in Ordnung sein. Aber fünf am Stück essen, weil sie nach nichts schmecken und sich wie Luft anfühlen? Ja. Ihr Blutzucker wird steigen. Besonders spät in der Nacht.

Warum Nacht?

Die Glukosetoleranz sinkt am Ende des Tages. Abends sind wir schlechter darin, Zucker zu verarbeiten.

Wenn Sie Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes haben? Seien Sie vorsichtig. Dieser Snack könnte für Sie schwierig sein. Der Mangel an Ballaststoffen und Proteinen führt dazu, dass die Spitze steil ausfällt. Und ungemildert.

So beheben Sie den Absturz

Auf Reiskuchen müssen Sie nicht verzichten. Sie müssen sie nur reparieren.

Iss sie nicht nackt. Essen Sie sie niemals nackt.

Sie müssen Protein hinzufügen. Du brauchst Fett. Sie benötigen mehr Ballaststoffe als derzeit im Puffreis enthalten sind. Diese Dinge verlangsamen die Verdauung. Sie halten die Glukosekurve flacher. Glatter.

Denken Sie an Toppings.

Echte.

Nussbutter? Großartig. Hüttenkäse? Noch besser. Geschnittene Avocado. Hummus. Geräucherter Lachs. Gurke. Griechischer Joghurt.

Im Grunde alles, was Substanz hinzufügt. Wenn Sie einen Reiskuchen essen, achten Sie darauf, dass er eine Ladung trägt. Protein plus Fett. Bonuspunkte für das Hinzufügen von Gemüse oder Obst.

Es gibt auch braune Reiskuchen. Oder Vollkornvarianten. Es gibt sie. Und sie könnten Ihren Zuckergehalt weniger ansteigen lassen. Aber gehen Sie nicht davon aus, dass es sich um Magie handelt.

Fügen Sie auch Toppings hinzu.

Denn der Punkt ist nicht der Kuchen. Der Punkt ist das Essen. Das Gleichgewicht. Das Zeug, das Sie hinzufügen, um aus dieser dünnen Stärkescheibe etwas zu machen, das Ihr Körper tatsächlich ohne Absturz verarbeiten kann.