Captain America hatte es dieses Mal nicht leicht. Nicht wirklich. Die Weltmeisterschaft 2026 war für Christian Pulisic im wahrsten Sinne des Wortes eine schmerzhafte Kampagne. Er begann mit einer Wadenzerrung. Bereits im Juni gemeldet. Seitdem gelang ihm in vier Spielen nur ein Assist. Dann kam am Montag der Herzschmerz gegen Belgien. Eine 1:4-Niederlage im Achtelfinale. Pulisic ging mit einer Knochenprellung davon. Dazu eine Mikrofraktur im Unterschenkel. Direkt unterhalb des Knies, wo das Schienbein auf das Wadenbein trifft.
Die Folgen waren hässlich
Er versuchte, cool zu bleiben. Er sagte der Presse, er habe sich den Knöchel verdreht. Eigentlich habe ich es verstaucht.
„Ich habe mir gerade den Knöchel verdreht und mir den Knöchel verstaucht. Es ist natürlich nur frustrierend, so zu enden, aber jetzt habe ich Zeit zum Ausruhen, also hoffe ich, dass alles in Ordnung ist.“
Diese Linie war Dynamit. Zumindest für die Kritiker. Pulisic war das Gesicht der Mannschaft. Jetzt ist er im Sturm. Carli Lloyd, zweifache Weltcupsiegerin der Frauen, war nicht beeindruckt. Bei
Landon Donovan stimmte zu. Also. Er ging härter. In seinem Podcast „Unfiltered“ behauptete er, die Leute im US-Fußball hätten die Nase voll. Seine Sponsoren, Teamkollegen, Trainer. Sie hassen es, wie die Dinge rund um Pulisic gehandhabt werden. Donovan wurde düster. Er sagte, er wäre vom Feld gezerrt worden, wenn es dazu gekommen wäre. Ausdrücklich so. Sie verstehen, worauf es ankommt.
Wie es schief lief
Minute 52. Die USA lagen mit 1:2 zurück. Die Hoffnung lebte noch. Pulisic schoss knapp außerhalb des Strafraums. Schlechte Nachrichten. Sein Fuß berührte die Wade des belgischen Mittelfeldspielers Youri Tielemants. Es war ein Tritt gegen das Schienbein. Im Wesentlichen. Sein Knöchel und sein Knie waren verdreht. Er ist gefallen. Bin wieder aufgestanden. Sah falsch aus. Hinkte. Schmerzen waren sichtbar. Trainer Mauricio Pochettino traf den Anruf. Habe ihn gezogen. Sieben Minuten später wurde Sebastian Berhalter eingewechselt. Kurz darauf fummelte Torwart Matt Freese herum. Belgien erzielte das dritte Tor. Spiel vorbei.
Der Schadensbericht
Eine Knochenprellung. Klingt harmlos. Das ist es nicht. Ein Trauma schädigt die winzigen Blutgefäße, die den Knochen versorgen. Flüssigkeitsbecken. Entzündungen treten auf. Schmerzen, Schwellung, Steifheit. Sie behandeln es mit REIS. Ruhe, Eis, Kompression, Höhe. Kein Reis. Wie in der asiatischen Küche. Heilt in Wochen oder Monaten. Kommt darauf an.
Die Mikrofraktur. Ein Haarriss. Mikro bedeutet klein. Wie ein Mikroskop. Oder Micropachycephalosaurus. Ein kleiner Dinosaurier. Oder ein Mikrostring. Der Punkt ist, es ist ein Riss. Normalerweise keine Operation, es sei denn, die Knochensplitter bewegen sich. Oder andere Gewebe reißen. Wieder Reis. Vielleicht etwas Physiotherapie. Er kann nicht viel darauf laufen. Pulisic soll im August zurückkehren. Pünktlich zum AC Mailand gegen Turin.
Erholung und Ressentiments
Es wird ihm besser gehen. Wahrscheinlich vollständig. Langfristig? Keine Auswirkungen. Monate vergehen, das Bein heilt. Aber die Weltmeisterschaft? Das schmerzt noch mehr. Das zweite Turnier ist nun von einer Verletzung geprägt. Der körperliche Schmerz lässt nach. Die öffentliche Kontrolle tut es nicht. Kritik bleibt hängen. Fügt der Wunde Salz hinzu. Pulisic hat den Körper zurück. Wie steht es mit der Moral?
Das ist die Frage, nicht wahr?
