Die Mathematik hinter Ihren Muttermalen

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Sun ist nicht die ganze Geschichte.

Standardratschläge sind langweilig, aber notwendig. Sonnenschutz. Keine Solarien. Achten Sie auf Änderungen.

Das ist in Ordnung. Es ist richtig.

Aber was wäre, wenn Sie damit bedeckt geboren würden?

Ich habe Jahre damit verbracht, mich zu fragen, warum meine Haut eine Landkarte ist und manche Freunde leere Tafeln. Handelt es sich nur um über Jahrzehnte angehäufte Sonnenschäden? Oder hat unsere DNA diesen Code geschrieben, bevor wir einen einzigen Atemzug getan haben?

Letzteres sagt eine neue Studie.

Die in Nature Communications veröffentlichte Studie analysierte fast 86.00 Erwachsene. Es handelt sich um die bislang größte genetische Untersuchung zur Anzahl der Muttermale. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Ihre Maulwurfslast weitgehend in Stein gemeißelt ist – im wahrsten Sinne des Wortes – lange bevor Sie in einen Sonnenstrahl treten.

Die Biologie, die die Bildung von Muttermalen antreibt, ist komplex und geht weit über die einfache Hautpigmentierung hinaus.

Es liegt in den Genen (viele davon).

Die Forscher führten Daten aus 14 verschiedenen genomweiten Assoziationsstudien zusammen. Meistens Erwachsene europäischer Abstammung. Das ergibt eine solide Stichprobengröße von 85.969 Personen.

Sie fanden 29 spezifische genetische Regionen, die davon abhängen, wie viele Muttermale man entwickelt. Vierundzwanzig dieser Regionen? Völlig neu.

Bisher wussten Wissenschaftler, dass die Anzahl der Muttermale vererbbar ist. Ungefähr 60 bis 70 Prozent der Unterschiede zwischen Ihnen und mir sind auf die DNA zurückzuführen. Diese Studie erweitert die Karte erheblich.

Es wurden mehr als 250 Kandidatengene identifiziert, die die Entwicklung von Muttermalen beeinflussen könnten.

Hier ist die Wendung.

Dabei handelt es sich nicht nur um Pigmentierungsgene.

Viele sind an der Immunregulierung beteiligt. Zellwachstum. Entzündung. DNA-Reparatur.

Der Körper färbt nicht nur Punkte. Es geht darum, das zelluläre Chaos zu bekämpfen, zu reparieren und zu verwalten. Muttermale scheinen ein Nebenprodukt dieser umfassenderen biologischen Aktivität zu sein.

Warum sollten Sie sich um das Risiko kümmern?

Es gibt eine starke Überschneidung zwischen den Genen, die Muttermale erzeugen, und den Genen, die Melanome auslösen.

Nahezu jede genetische Region, die mit mehr Muttermalen in Zusammenhang steht, taucht auch im Hinblick auf das Melanomrisiko auf.

Bedeutet das, dass jedes Muttermal eine tickende Bombe ist? Nein. Die meisten werden nie zu Krebs werden. Aber die Korrelation ist stark. Mehr Muttermale bedeuten im Allgemeinen ein höheres Risiko.

Die Mechanik ist gemischt. Etwa ein Drittel aller Melanome gehen von einem bestehenden Leberfleck aus. Der Rest taucht als brandneue Flecken auf zuvor reiner Haut auf.

Warum sind diese spezifischen Gene wichtig?

Sie regulieren, wie das Immunsystem abnormales Zellwachstum beobachtet. Dies deutet darauf hin, dass Ihr Risiko nicht nur davon abhängt, wie Ihre Haut brennt. Es geht darum, dass Ihr internes Überwachungssystem es nicht schafft, eine Zelle zu erkennen, die mit der Zeit unkontrolliert agiert.

Also, zählen Sie. Oder auch nicht.

Das Zählen jedes Maulwurfs wird Sie nicht retten. Es könnte Sie nur stressen.

Betrachten Sie die Anzahl Ihrer Muttermale stattdessen als Kontext. Ein Datenpunkt.

Wenn Sie versichert sind oder in Ihrer Familienanamnese dunkle Melanome vorliegen, informieren Sie Ihren Arzt. Möglicherweise qualifizieren Sie sich für häufigere Ganzkörperuntersuchungen oder Ganzkörperfotografie. Dadurch können Ärzte subtile Veränderungen erkennen, die mit bloßem Auge im Laufe der Zeit nicht zu erkennen sind.

Überprüfen Sie sich etwa jeden Monat. Suchen Sie nach den ABCDEs, ja, aber schauen Sie sich den Kontext genauer an.

A: Asymmetrie.
B: Ränder, die nicht glatt sind.
C: Farbe, die ungleichmäßig oder mehrfarbig ist.
D: Durchmesser größer als 6 Millimeter (Radiergummigröße).
E: Evolution. Jede Änderung.

Es gibt auch das Schild „hässliches Entlein“.

Ein Maulwurf sieht im Vergleich zu den anderen seltsam aus. Einfach anders.

Vertraue darauf.

Wurde es ausgewertet? Wenn nicht, vereinbaren Sie einen Termin.

Nichts davon negiert die Grundlagen. Es gilt weiterhin ein Breitband-Sonnenschutz. Schatten ist noch frei. Solarien sind immer noch eine schreckliche Idee. Die Genetik lädt die Waffe. Sonnenlicht drückt den Auslöser. Oder manchmal ist die Sonne gar nicht das Problem.

Die Zukunft ist persönlich.

Forscher entwickelten einen polygenen Risiko-Score. Es sagt anhand der DNA voraus, wer mehr Muttermale haben wird.

Es ist noch nicht für Ihren Klinikbesuch bereit. Aber es deutet auf eine Zukunft hin, in der das Screening kein Einheitsmodell mehr ist. Stellen Sie sich Empfehlungen vor, die auf Ihrer spezifischen genetischen Belastung, Familiengeschichte und Ihrem Hauttyp basieren und nicht auf allgemeinen Richtlinien der öffentlichen Gesundheit.

Bis dahin?

Kennen Sie Ihre Haut.

Sonneneinstrahlung ist von enormer Bedeutung. Es ist riesig. Aber es ist nur eine Variable.

Auch Ihre Genetik ist wichtig.

Frühzeitiges Erkennen ist das einzige wirkliche Heilmittel, das wir haben. Der Rest ist nur Biologie, die sich in Echtzeit abspielt.

Und wir lernen immer noch nur, wie man die Anweisungen liest. 🧬