Nordamerikas Lungen brennen. Hier erfahren Sie, wie Sie damit umgehen

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Der Himmel nimmt die Farbe von Asche an. Sie schauen nach draußen, erwarten einen Dienstagmorgen und erhalten eine Warnung. Dichter Rauch von Waldbränden, die durch den Klimawandel angeheizt werden, erstickt weite Teile Kanadas und der Vereinigten Staaten. Gesundheitsbeamte wiederholen immer wieder das Gleiche, doch die Leute vergessen es. Unterschätzen Sie die Gefahr nicht, nur weil das Feuer Hunderte von Kilometern entfernt ist.

Die Zahlen sind beängstigend

Detroit erreichte am Mittwoch um 8 Uhr morgens einen Luftqualitätsindex von 518. Für den Kontext: Über 300 sind gefährlich. Diese Stadt war das am stärksten verschmutzte Großstadtzentrum der Welt. Toronto und Minneapolis lagen nicht weit dahinter. Chicago? Ungesund. Diese Orte runden die schlimmsten Straftäter ab.

Rauch ist nicht nur sichtbares Grau. Es ist eine Mischung aus Gasen und mikroskopisch kleinen Trümmern von brennenden Bäumen, Gebäuden und allem. Der wahre Feind ist PM2,5. Diese feinen Partikel sind winzig genug, um tief in Ihre Lunge einzudringen. Sie gelangen in den Blutkreislauf. Von dort aus breitet sich der Schaden aus.

Denken Sie an Asthma. Denken Sie an eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Denken Sie an Herzinfarkte und Schlaganfälle. Brennende Augen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen – das sind die unmittelbaren Beschwerden. Langfristig? Das Krebsrisiko steigt. Da die Brandsaison immer länger und heißer wird, bleibt diese Gefahr bestehen. Was kann man eigentlich dagegen tun?

Wissen Sie es, bevor Sie losfahren

Überprüfen Sie die Prognose. Nicht das Wetter. Die Luftqualität.

Wenn Sie wissen, wie viel Feinstaub in der Luft schwebt, können Sie erkennen, ob Sport eine gute Idee ist. Wahrscheinlich nicht. Wenn die Zahlen in die roten Zahlen klettern, raten Experten, zu Hause zu bleiben. Wenn Sie unterwegs sein müssen, joggen Sie nicht. Laufen zieht nur noch mehr Gift in deine Brust.

Fenster geschlossen halten. Betreiben Sie die Klimaanlage im Umluftbetrieb. Schnappen Sie sich einen HEPA-Filter.

Ihr Haus ist nur dann sicher, wenn die Luft darin sauber ist. Auch Ofenfilter helfen, wenn sie einen hohen Wirkungsgrad haben. Wenn die Luft im Inneren nach Rauch schmeckt, verlieren Sie den Kampf.

Der Maskenmythos

Stoffmasken haben ihren Zweck bei einer Viruspandemie erfüllt. Sie tun nichts gegen den Rauch von Waldbränden. Die Partikel sind zu klein. Chirurgische Masken? Gleiches Problem.

Sie benötigen ein N95, KN95 oder ein gleichwertiges, von NIOSH zertifiziertes Atemschutzgerät. Diese filtern 95 Prozent der in der Luft befindlichen Partikel. Aber nur, wenn sie passen.

Lücken sind der Feind. Eine Lücke an der Nase, eine Lücke in der Nähe der Wangen oder sogar ein Stück Gesichtsbehaarung lässt den Rauch eindringen. Eine Einheitsgröße passt nicht für alle. Probieren Sie verschiedene Marken aus. Manche Menschen finden es unmöglich, durch sie zu atmen. Kinder? Normalerweise können sie die Maske nicht richtig abdichten. Menschen mit schweren Herz- oder Lungenerkrankungen könnten Schwierigkeiten haben.

Dennoch warnen Experten: Die Maske ist kein Pass, um draußen zu bleiben. Es ist ein Schutzschild für den Weg zur Apotheke. Die Zeitverkürzung im Freien bleibt der Goldstandard.

Der beste Schutz ist, drinnen zu bleiben. Verbesserung der Raumluft. Beobachten Sie die Warnungen.

Atemschutzmasken und Luftreiniger könnten sich in den USA und Kanada bald als unverzichtbare Sommerausrüstung anfühlen. Genau wie Sonnencreme. Genau wie ein Regenschirm, nur dass dieser Regen brennt.

Irgendwann wird sich der Rauch lichten. Dann endet die Saison. Und wir warten.