Kreatin, das weithin dafür bekannt ist, die Muskelleistung zu steigern, erweist sich nun als vielversprechend bei der Unterstützung der Genesung nach Knie-Arthrose. Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine Ergänzung mit Kreatin zusammen mit einer Physiotherapie die Schmerzreduktion, die Muskelkraft und die allgemeine Kniefunktion bei Erwachsenen mit leichter bis mittelschwerer Arthrose erheblich verbessern kann. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, weil sie einen Weg aufzeigt, den Nutzen bestehender Rehabilitationsprogramme zu maximieren, anstatt eine eigenständige Heilung anzubieten.
Studiendetails und Ergebnisse
Eine randomisierte, doppelblinde Studie mit 40 Teilnehmern im Alter von 40 bis 70 Jahren mit Knie-Arthrose zeigte klare Vorteile für die Kreatingruppe. Beide Gruppen absolvierten ein strukturiertes vierwöchiges Physiotherapieprogramm, das Wärme-, Elektrotherapie- und Widerstandsübungen umfasste. Allerdings erlebte die Gruppe, die Kreatin einnahm – zunächst 20 Gramm täglich in der ersten Woche, gefolgt von 5 Gramm täglich – Folgendes:
- Stärkere Schmerzreduktion: Die Teilnehmer berichteten von geringeren Schmerzen im Vergleich zur Placebogruppe.
- Verbesserte Kniefunktion: Die Gesamtfunktionswerte waren bei denjenigen, die Kreatin einnahmen, deutlich höher.
- Erhöhte Muskelkraft: Die isometrischen Muskelkraftzuwächse waren größer, was auf bessere Rehabilitationsergebnisse hindeutet.
- Reduziertes Sturzrisiko: Eine Kreatin-Supplementierung ging mit einem geringeren Sturzrisiko einher, ein wichtiger Gesichtspunkt für Arthrosepatienten.
- Günstige Veränderungen der Körperzusammensetzung: Die Muskelmasse nimmt zu, was wahrscheinlich zu einer verbesserten Gelenkstabilität beiträgt.
Bemerkenswert ist, dass Kreatin innerhalb des vierwöchigen Studienzeitraums keine signifikante Auswirkung auf die Beweglichkeit des Knies oder die selbstberichtete Lebensqualität hatte – was darauf hindeutet, dass strukturelle Gelenkveränderungen und das allgemeine Wohlbefinden längerfristige Interventionen erfordern.
Warum Kreatin bei Arthrose wirkt
Der Nutzen von Kreatin liegt nicht im Wiederaufbau des Knorpels; Es geht darum, die Energieproduktion und Kraft der Muskeln zu unterstützen. Quadrizepsschwäche ist eine der Hauptursachen für Schmerzen und Behinderungen bei Knie-Arthrose, und Kreatin verbessert die Muskelanpassung während der Rehabilitation. Durch die Stärkung der das Knie umgebenden Muskeln hilft Kreatin dabei, das Gelenk zu stabilisieren, die Belastung zu reduzieren und die Bewegungseffizienz zu verbessern. In dieser indirekten Wirkung auf Schmerzen und Funktion liegt der Wert von Kreatin.
Praktische Ergänzungsratschläge
Für diejenigen, die Kreatin zur Stärkung und Regeneration verwenden möchten, sind 3-5 Gramm Kreatin-Monohydrat täglich ausreichend. Für diese Vorteile ist keine Ladephase (hohe Anfangsdosis) erforderlich. Wenn auch kognitive Vorteile angestrebt werden, könnte eine höhere Dosis (bis zu 10 Gramm) oder eine Kombination mit Citicolin in Betracht gezogen werden.
Kreatin ist kein Heilmittel gegen Arthrose, kann aber die positiven Effekte der Physiotherapie verstärken und die Reha effektiver machen.
Die Studie bestätigt, dass eine Kreatin-Supplementierung in Kombination mit Physiotherapie bei Personen mit Knie-Arthrose zu erheblichen Verbesserungen der Schmerzen, Kraft und Funktion führen kann. Obwohl es kein Heilmittel ist, stellt es ein wertvolles Instrument zur Optimierung der Rehabilitationsergebnisse dar.






























