додому Neueste Nachrichten und Artikel Keuchhusten-Anstieg: Sinkende Impfraten treiben Wiederaufleben voran

Keuchhusten-Anstieg: Sinkende Impfraten treiben Wiederaufleben voran

In den Vereinigten Staaten ist ein erheblicher Anstieg der Fälle von Keuchhusten (Pertussis) zu verzeichnen, der ein Niveau erreicht, das seit über einem Jahrzehnt nicht mehr beobachtet wurde. Der Wiederaufstieg, der besonders für Kleinkinder gefährlich ist, steht in direktem Zusammenhang mit sinkenden Impfraten im ganzen Land.

Fallzahlen und geografische Hotspots

Bis Ende 2025 wurden landesweit über 27.000 Fälle gemeldet – ein Anstieg um das Vierfache im Vergleich zu 2023. Mehrere Bundesstaaten sind mit schweren Ausbrüchen konfrontiert:

  • Oregon hat seinen historischen Fallrekord von 1950 übertroffen, einschließlich eines tödlichen Todesfalls bei einem Kleinkind.
  • Texas hat über 3.500 Fälle registriert, eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr.
  • Kentucky, Louisiana und South Dakota haben im Jahr 2025 jeweils mehrere Todesfälle bei Säuglingen aufgrund von Keuchhusten gemeldet.

Der Trend ist klar: Obwohl die Krankheit durch Impfungen in hohem Maße vermeidbar ist, nehmen die Fälle zu, was Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheitsinfrastruktur aufkommen lässt.

Die Rolle sinkender Impfraten

Experten führen den Anstieg auf einen Rückgang der Impfraten bei Kindern zurück. Eine Untersuchung von NBC News und der Stanford University ergab, dass etwa 70 % der Landkreise in 31 Bundesstaaten die für den Schutz der Gemeinschaft erforderliche Impfschwelle von 95 % unterschreiten. In Texas verfehlten fast 60 % der Bezirke dieses kritische Niveau.

Auch eine Schwächung der Immunität bei älteren Kindern und Erwachsenen trägt dazu bei. Je länger die letzte Impfung oder Auffrischimpfung einer Person zurückliegt, desto größer ist das Risiko, bei Exposition an Keuchhusten zu erkranken.

Was ist Keuchhusten und warum ist er gefährlich?

Keuchhusten ist eine hoch ansteckende bakterielle Infektion, die über Atemtröpfchen übertragen wird. Es beginnt mit leichten erkältungsähnlichen Symptomen, eskaliert jedoch schnell zu schweren Hustenanfällen, die möglicherweise mehrere Monate anhalten. Der Name leitet sich von dem charakteristischen „Keuchgeräusch“ ab, das entsteht, wenn man nach einem Hustenanfall nach Luft schnappt.

Besonders gefährdet sind Säuglinge aufgrund ihrer engen Atemwege, die zu lebensgefährlichen Atemaussetzern führen können. Babys unter 3 Monaten sind auf mütterliche Antikörper und die Immunität ihrer Mitmenschen angewiesen, bis sie ihre eigenen Impfungen erhalten können.

Impfempfehlungen

Das CDC empfiehlt die Impfung gegen Keuchhusten für alle Altersgruppen:

  • Säuglinge und Kleinkinder: DTaP-Impfung im Alter von 2, 4 und 6 Monaten, mit Auffrischungsimpfung im Alter von 15–18 Monaten und zwischen 4–6 Jahren.
  • Jugendliche, Teenager und Erwachsene: Eine einzelne Tdap-Auffrischungsdosis, mit weiteren Auffrischungsimpfungen alle 10 Jahre.
  • Schwangere Frauen: Tdap-Impfung während jeder Schwangerschaft (idealerweise zwischen 27 und 36 Wochen), um schützende Antikörper an das Baby weiterzugeben.

Impfungen sind der wirksamste Weg, um Infektionen vorzubeugen und gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.

Verhinderung einer Ausbreitung und Zukunftsaussichten

Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehören neben der Impfung auch der Abstand zu kranken Säuglingen, das regelmäßige Händewaschen und die Vermeidung von engem Kontakt mit gefährdeten Personen im Krankheitsfall. Um das Übertragungsrisiko zu verringern, können auch Antibiotika verschrieben werden.

Sofern sich die Impfraten nicht verbessern, prognostizieren Experten weitere Ausbrüche. Der aktuelle Trend unterstreicht die Bedeutung öffentlicher Gesundheitsmaßnahmen und der Aufrechterhaltung einer hohen Impfrate zum Schutz der Gemeinschaften.

Exit mobile version