Kalium, Phosphor und chronische Nierenerkrankungen: Ein Leitfaden für Patienten

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Eine chronische Nierenerkrankung (CKD) beeinträchtigt die Art und Weise, wie Ihr Körper mit essentiellen Mineralien wie Kalium und Phosphor umgeht. Wenn die Nierenfunktion nachlässt, können sich diese Substanzen in gefährlichen Mengen ansammeln und zu Komplikationen wie Herzproblemen und geschwächten Knochen führen. Die wichtigste Erkenntnis: Ein individuelles Ernährungsmanagement unter Anleitung eines Arztes ist von entscheidender Bedeutung.

Warum Kalium und Phosphor bei CKD eine Rolle spielen

Gesunde Nieren filtern Abfallstoffe, darunter überschüssiges Kalium und Phosphor. Wenn die Nieren versagen, reichern sich diese Mineralien an.

  • Kalium: Zu viel kann zu Herzrhythmusstörungen führen – unregelmäßigem Herzschlag, ein lebensbedrohliches Risiko.
  • Phosphor: Hohe Konzentrationen entziehen den Knochen Kalzium, schwächen diese und erhöhen das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls aufgrund von Kalziumablagerungen in den Blutgefäßen.

Die genauen Grenzwerte für die Kalium- und Phosphoraufnahme variieren. Es gibt keine einheitliche sichere Menge für alle Menschen mit chronischer Nierenerkrankung. Empfehlungen hängen vom Krankheitsstadium, den Medikamenten und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab.

Kalium: Richtlinien und Lebensmittelauswahl

Experten empfehlen für Risikopersonen eine tägliche Kaliumzufuhr von 2–3 Gramm, dies ist jedoch keine allgemeingültige Regel. Wenn Sie an einer chronischen Nierenerkrankung im Frühstadium leiden und in der Vergangenheit keine hohen Kaliumwerte hatten, ist eine Einschränkung des Kaliumspiegels möglicherweise nicht erforderlich. Bestimmte Medikamente (z. B. einige Blutdruckmedikamente) können jedoch den Kaliumspiegel erhöhen. Besprechen Sie dies daher mit Ihrem Arzt.

Geben Sie pflanzlichen Lebensmitteln Vorrang vor tierischen Produkten und verarbeiteten Lebensmitteln. Der Körper nimmt etwa die Hälfte des Kaliums aus Pflanzen (wie Bananen oder Spinat) auf, während tierische Proteine ​​und verarbeitete Lebensmittel leichter aufgenommen werden. Vermeiden Sie diese kaliumreichen Lebensmittel:

  • Paniertes Hähnchen
  • Schokolade und Schokoladenmilch
  • Kokoswasser/Milch
  • Kaffee (maximal 2 Tassen)
  • Trockenfrüchte und Fruchtsäfte
  • Natriumarme verarbeitete Lebensmittel (Suppe, Gurken)
  • Kaliumzusätze (in einigen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten)
  • Kartoffeln, Chips, Pommes
  • Verarbeitetes Fleisch (Schinken, Speck)
  • Sportgetränke
  • Tomatensauce

Phosphor: Richtlinien und Lebensmittelauswahl

Phosphor ist für die Knochengesundheit lebenswichtig, aber ein Überschuss an Phosphor kann bei chronischer Nierenerkrankung schädlich sein. Geschädigte Nieren können überschüssigen Phosphor nicht ausscheiden, wodurch den Knochen Kalzium entzogen und diese geschwächt werden.

Bei fortgeschrittener CKD begrenzt eine phosphorreduzierte Diät die Aufnahme normalerweise auf 800–1.000 Milligramm pro Tag. Vermeiden Sie verarbeitete Lebensmittel, die anorganische Phosphorzusätze enthalten (in Erfrischungsgetränken und Fastfood enthalten), da der Körper diese zu fast 100 % aufnimmt.

Wählen Sie diese Lebensmittel mit Vorsicht:

  • Milchprodukte und Eier
  • Fisch, Getreide, Hülsenfrüchte
  • Fleisch, Nüsse und Samen
  • Gemüse

Das Fazit

Der Umgang mit Kalium und Phosphor bei chronischer Nierenerkrankung ist kein Patentrezept. Ein Nephrologe und registrierter Ernährungsberater kann die Ernährungsrichtlinien auf Ihre spezifische Erkrankung zuschneiden. Konzentrieren Sie sich auf eine vollwertige, pflanzliche Ernährung und beschränken Sie sorgfältig tierische Proteine ​​und verarbeitete Lebensmittel. Regelmäßige Überwachung und Anpassungen sind für den Schutz Ihrer Nierengesundheit und die Vermeidung von Komplikationen unerlässlich.


Quellen: National Institutes of Health, International Society of Nephrology, Cleveland Clinic, National Kidney Foundation.