Asthma und Bronchitis weisen überlappende Symptome auf – Keuchen, Husten und Kurzatmigkeit –, was die Diagnose schwierig macht. Obwohl beide die Lunge betreffen, unterscheiden sie sich erheblich in Ursache, Dauer und Behandlung. Asthma ist eine chronische, langfristige Erkrankung, die oft genetisch bedingt ist oder Atemprobleme im frühen Leben hat, während Bronchitis typischerweise eine akute Infektion ist, die durch Viren oder Bakterien verursacht wird, obwohl es auch chronische Formen gibt. Das Verständnis dieser Unterschiede ist für eine wirksame medizinische Versorgung von entscheidender Bedeutung.
Was verursacht jede Erkrankung?
Akute Bronchitis entsteht durch eine vorübergehende Entzündung der Atemwege, die normalerweise durch eine Erkältung oder Grippe ausgelöst wird. Es verschwindet innerhalb weniger Wochen, wenn die Infektion abgeklungen ist. Asthma ist jedoch eine anhaltende Entzündung der Atemwege, die das Atmen erschwert, selbst wenn keine Infektion vorliegt. Diese chronische Entzündung kann durch Allergene, Bewegung oder kalte Luft ausgelöst werden. Chronische Bronchitis, eine Komponente der COPD, entsteht durch anhaltende Reizungen, wie zum Beispiel Zigarettenrauch.
Die Überschneidung zwischen diesen Erkrankungen kann erheblich sein: Bei einer Asthmatikerin, die an einer Bronchitis erkrankt, treten verschlimmerte Symptome auf, die von Medizinern manchmal als „asthmatische Bronchitis“ bezeichnet werden. Dabei handelt es sich nicht um eine formale Diagnose, sondern um einen beschreibenden Begriff für die Gesamtdarstellung.
So erkennen Sie den Unterschied
Das Kennzeichen von Asthma ist eine Verengung der Atemwege und eine übermäßige Schleimproduktion, was zu Keuchen führt – einem hohen Pfeifgeräusch beim Ausatmen. Engegefühl in der Brust und Kurzatmigkeit sind ebenfalls häufig. Bronchitis geht jedoch mit anhaltendem Husten (mindestens fünf Tage) und Schleimproduktion einher.
- Pfeifen ist das klassischste Anzeichen von Asthma, aber nicht immer vorhanden.
- Ein anhaltender Husten mit Schleim ist ein starker Hinweis auf eine Bronchitis.
Das Vorhandensein von Fieber oder Schüttelfrost deutet auf eine Bronchitis hin, während Asthmasymptome normalerweise kein Fieber umfassen.
Behandlungsansätze
Die Behandlung hängt von der Diagnose ab. Asthma wird mit Langzeitmedikamenten behandelt – Inhalatoren, die die Atemwege öffnen und Entzündungen reduzieren. Akute Bronchitis verschwindet normalerweise von selbst, mit unterstützender Behandlung wie Schmerzmitteln und Luftbefeuchtern. Asthmatiker mit Bronchitis benötigen jedoch möglicherweise stärkere Eingriffe, einschließlich Steroide, um schwere Symptome zu kontrollieren.
Wenn eine akute Bronchitis chronisch wird oder Asthma auslöst, kann sie zu dauerhaften Atemwegsveränderungen führen, die im Wesentlichen zu Asthma bei Erwachsenen führen. Deshalb sind eine frühzeitige Diagnose und eine ordnungsgemäße Behandlung von entscheidender Bedeutung.
Prävention und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehören die Vermeidung von Rauchen, die jährliche Grippeschutzimpfung und die Impfung gegen Lungenentzündung bei gefährdeten Personen (über 50 oder mit Grunderkrankungen). Konsultieren Sie einen Arzt, wenn :
- Fieber übersteigt 100,4°F
- Husten produziert Blut
- Keuchen oder Atemnot verschlimmern sich
- Die Symptome bleiben länger als drei Wochen bestehen
Letztendlich sind Bronchitis und Asthma zwar unterschiedlich, ihre sich überschneidenden Symptome erfordern jedoch eine sorgfältige Beurteilung. Die Kenntnis der Unterschiede gewährleistet eine schnelle und effektive Versorgung und minimiert langfristige Komplikationen.






























